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Auf so gut wie jedem Sender im Fernsehen kann man Köchen dabei zusehen, wie sie anhand von selbstgemachten Kräutermischungen und Filetstücken den Zuschauern die Welt erklären. In etlichen Fernsehshows wird gebrutzelt und gekocht was das Zeug hält. Erstaunlich ist hierbei, dass diese Koch-Shows wahnsinnig gute Einschaltquoten erzielen und sich die Zuschauer vorm Fernseher scheinbar an den Gerichten und den damit vermittelten Genuss erfreuen.
Der Trend, Kochen im Fernsehen zu sehen, ist dabei jedoch etwas irrsinnig. Geht es doch beim Kochen ums Schmecken, Riechen und Genießen, anstatt dem Zusehen. Woran liegt es dann, dass Fernsehköche zu wahren Berühmtheiten werden und selbst Hobbyköche die Bildschirmröhren in etlichen Fernsehformaten erobern? Wahrscheinlich daran, dass der Zuschauer durch den vorgelebten Genuss und bewusst gewählten Umgang mit dem Essen in eine Scheinwelt flüchtet, die ihm vorgaukelt genauso gesund zu essen und zu kochen, während sich vermutlich gerade ein Tiefkühlgericht in der eigenen Mikrowelle dreht. Vielleicht übt Kochen im Fernsehen jedoch auch eine Faszination aus, die die Bedürfnisse des Zuschauers weckt und Lust auf eine bessere Küche macht? Immerhin ist die Küche seit Jahrhunderten der zentralste Ort in einer Wohnung. Hier kommt die ganze Familie zusammen und dem gemeinsames Essen kommt nicht ohne Grund an Feiertagen eine besondere Bedeutung zu. Wenn sich nur ein paar mehr Zuschauer ernsthaft mit den Tipps rund ums Essen und Genuss auseinander setzen würden, dann hätte Kochen im Fernsehen einen deutlich besseren Ruf als den jetzigen.
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